Ausstellungen

Iconografia Leopardiana: L’Infinito – Das Unendliche

Orangerie im Schlossgarten, Erlangen, 28. 29.08.2004


Salvador Dalí – Facetten eines Jahrhundertkünstlers

Städtische Galerie Erlangen, 12.03. 30.05.2004

Dalí  Kompakt I

Freitag, 16. April 2004

media.art.zentrum

21.00 Der Schnitt in den Blick  Salvador Dalí und der Film
Lange Filmnacht: Dalí und Buñuel, Slapstick, Babaouo, Hitchcock, Disney, der heilige Antonius u.a., vorgestellt von Herbert Heinzelmann

Samstag, 17. April 2004

13.00 Wolfgang Everling: „Ich bin ein Rhinozeros, aber eines mit Schnurbart“. Dalí als Autor, Leser und Illustrator

14.00 Herbert Heinzelmann: Ausfahrt ins Ziellose. Der Gral als Phänomen der Kulturgeschichte

15.15 Kurt Ruppert: Goya  Dalí und der Schlaf der Vernunft

16.00 Wieland Schmied: Dalí und Dante. Der Künstler als Illustrator und Visionär

17.00 Wie kitschig ist Dalí? Geschmackssachen
Podiumsdiskussion mit Hans-Dieter Gelfert, Wieland Schmied, Olaf Weber. Moderation: Adrian La Salvia

19.00 Detlev Hapke: „Hinter den Spiegeln“. Abbild, Zerrbild, Selbstbild  Reflexion als Erkenntnis

20.00 Ingrid Thumm-Kuhl: „Ich wurde zweimal geboren“. Das Ersatzkind Salvador Dalí

21.15 Die Ekstasen des Narziss. Gespräch mit Detlev Hapke, Ingrid Thumm-Kuhl. Moderation: August Ruhs

22.00 Adrian La Salvia: „Schön wie eine unvermutete Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch“. Dalí und Lautréamont

23.00 Lautréamont Die Gesänge des Maldoror
Performance mit David Moss und Gerhard Falkner. Uraufführung des Auftragswerks

Dalí  Kompakt II

Freitag, 7. Mai 2004

Kulturzentrum E-Werk

21.00 Lange Filmnacht mit Asschnitten aus Carmen-Filmen von Lubitsch, Feyder, Saura, Rosi, Godard u.a. mit Flamenco „la rubia y amigos“ und mit Texten von Lorca, gelesen von Petra Nacke. Moderation: Herbert Heinzelmann.

Samstag, 8. Mai 2004

13.00 Heinz-Norbert Jocks: Kunst und Literatur  ein fließender Übergang

14.00 Karina Liebe-Kreutzner: Kontrollierte Delirien. Literarische Einflüsse in Dalís Werk

15.15 Henri Schoenemakers: Die Bühne bin ich. Theaterarbeit und Selbst-Darstellung bei Salvador Dalí

16.00 Michael Scholz-Hänsel: Avida Dollars (Dollarjäger)? Bretons Parteidsiziplin und Dalís kapitaler Aufstand

17.00 Ellen Stubbe: Dalí und die Engel

19.00 Hans-Peter Weigel: Fleischeslust und Frömmigkeit. Ein Freigeist konvertiert zum Katholizismus

20.00 Gerburg Treusch-Dieter: „Masturbation, Autosodomie und andere Befleckungen“. Das Obszöne bei Salvador Dalí

21.15 „Der Sexappeal der Madonna beim Abendläuten“. Politik, Pornografie und Religiosität bei Salvador Dalí
Podiumsdiskussion mit Thomas Duttenhöferm Heinz Ess, Michael Scholz-Hänsel, Ellen Stubbe, Gerburg Treusch-Dieter, Hans-Peter Weigel. Moderation: Herbert Heinzelmann

23.00 Du Architektonisch Libidinöse Íllumination, oder: Dein Arsch Leuchtet Ímmer. Performance von und mit Patricia Litten und Johannes Blum


Himmel und Hölle – Dantes „Göttliche Komödie“ in der bildenden Kunst der Moderne

Stadtmuseum Erlangen, 13.03. 30.05.2004
http://www.erlangen.de/Portaldata/1/Resources/030_leben_in_er/dokumente/amt45/45F_Dante.pdf

Do, 18. 3., 19.30 Uhr
Annäherungen an Dante
Künstlergespräch mit Manfred Hürlimann, Christian Rösner und Clemens Heinl
Moderation: Thomas Engelhardt
Die Auseinandersetzung mit einem so alten und gewichtigen Stoff wie der Göttlichen Komödie bleibt eine Herausforderung. Die drei Künstler, die das Foyer des Stadtmuseums in Bild und Skulptur als Dantesche Hölle gestaltet haben, sahen sich Grundfragen der Ästhetik gegenüber: Wie frei darf man mit der Textvorlage umgehen? Welche Anknüpfungsmöglichkeiten an Dantes Welt gibt es für uns heute? Wie lässt sich Schmerz und extremes menschlichesLeid darstellen, ohne auf künstlerischen Gestaltungswillen zu verzichten?
So, 28. 3., 11 Uhr
Führung im Dialog
Thomas Engelhardt, Stadtmuseum Erlangen
Hans Jürgen Luibl, Evangelische Stadtakademie
In einer als Gespräch gehaltenen Führung werden Dantes Zeit, sein Werk und
seine Rezeption von zwei unterschiedlichen Blickwinkeln aus beleuchtet: dem
kulturgeschichtlich-kunsthistorischen und dem christlich-religionsgeschichtlichen.
Di, 30. 3., 15 – 17 Uhr
Fortbildung für Lehrer an weiterführenden Schulen
Fr, 2. 4., 19.30 Uhr
»Laßt, die Ihr eingeht,alle Hoffnung fahren!«
Lesung, Theater Erlangen
Goethe und seine Zeitgenossen konnten mit Dante nichts anfangen – zu weit weg war die finstere Höllenvision vom aufklärerisch gestimmten Geist. So mag es zunächst erstaunen, dass im 20. Jahrhundert eine Dante-Renaissance einsetzt, die bis heute anhält. Dies liegt zum einen an krisenhaften Zeiterfahrungen wie den beiden Weltkriegen; die Autoren der Moderne ließen sich jedoch auch von der formalen Stringenz des Textes faszinieren. Samuel Beckett, Arno Schmidt, Pier Paolo Pasolini und andere haben sich den Stoff auf unterschiedliche Weise angeeignet. Höchst interessant ist auch ein Vergleich literarischer Übersetzungen wie die von Stefan George oder Rudolf Borchardt.
Fr, 16. 4., 9 – 19 Uhr
Wissenschaftliches Kolloquium
Die literarische Dante-Rezeption bei Baudelaire, Beckett, Gombrowicz, Mandelstam, Manganelli, Pasolini u.a.
Organisation: Dr. Adrian La Salvia
VHS, Friedrichstraße
Aus der Betrachtung der literarischen Dante-Rezeption im 20. Jahrhundert ergeben sich zahlreiche Parallelen zur Dante-Illustration in der modernen Kunst.
Viele moderne Autoren sahen in Dante ihr Vorbild und ihren großen Meister. – Gäste sind herzlich willkommen.
Das Kolloquium wird gefördert vom Istituto Italiano di Cultura, München.
Fr, 16. 4., 19.30 Uhr
Konzert
Dante-Madrigale, gesungen vom Vokalensemble »anDante« unter Leitung von Manfred Lautenschlager
Moderation: Dr. Adrian La Salvia
Aus der Zeit von Dante Alighieri selbst ist keine Vertonung seiner Dichtungen erhalten, umso reicher ist die Überlieferung jedoch aus der Blütezeit der Vokalpolyphonie im 16. Jahrhundert. Das Streben nach perfekter Ausgewogenheit der Form, die einzelne affektgeladene Gesten immer in den Gesamtklang integriert, entspricht in kongenialer Weise Dantes Dichtungsauffassung.
Wenn wir gehen, gehen wir … wohin?
Jenseitswelten im Film
Moderation: Herbert Heinzelmann
Nicht nur Dante hat den transzendenten Ort imaginiert. Auch das Kino leistet Vorstellungsarbeit im Nirgendwo. Eine Filmnacht mit Ausschnitten aus Cocteaus Orphée, Orfeu Negro, Das Spiel ist aus, The Kid, Jenseits des Horizonts, Greenaways A TV-Dante u.a.

Die Göttliche Komödie in der modernen Kunst: Salvador Dalí, Robert Rauschenberg u.a.

Prof. Dr. Hans Dickel, Dia-Vortrag
Der Vortrag behandelt die Illustrationen von Dantes Göttlicher Komödie in der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von Sandro Botticellis Blättern werden Werke von Dalí und Rauschenberg behandelt. Hans Dickel ist Professor für Kunstgeschichte der Moderne an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-
Nürnberg.
So, 16. 5., 11 und 15 Uhr
Das kolorierte Inferno
Laterna Magica Bilder von Gustave Doré
Lichtbildvortrag von Adrian La Salvia
Gustave Dorés virtuose Holzstiche waren Ausgangspunkt für viele Künstler der Moderne, auch zeitgenössische Comic-Zeichner benutzen ihn als Inspirationsquelle. An der »Instanz« Doré kam keiner vorbei, seine illustrierte Dante-Ausgabe war im 19. Jahrhundert überaus populär. In einer Projektion der kolorierten Laterna Magica Bilder werden Dorés Sinn für Dramatik, sein an der Photographie geschulter Blick und sein narratives Talent lebendig.
So, 16. 5., 19 Uhr
„Gott sein“ –eine kosmogonische Tragödie in Tönen

Vortrag von Adrian La Salvia mit Musikbeispielen aus der Oper „Etre Dieu“ von Salvador Dalí und Igor Wakhevitch
Städtische Galerie, Palais Stutterheim


Rolf Winnewisser – Wort, Bild, Doppelklang

Orangerie im Schlossgarten, Erlangen, 26. 28.08.2005


 Weltprovinzen der Phantasie – Die Dronte Presse von Horst Hussel

Die im 17. Jahrhundert ausgestorbene Dronte (Dodo), der Lewis Carroll mit „Alice im Wunderland“ ein literarisches Denkmal setzte, feiert mit der Gründung der Dronte Presse 1994 in Berlin eine wundersame Auferstehung. Ihr Gründer Horst Hussel, geboren 1934 in Greifswald, ist einer der bedeutendsten Buchgrafiker (nicht nur) der ehemaligen DDR, „ein stiller Oppositioneller, der seinen Widerspruch gegen die Prosa der Zeitläufte mittels poetischer Subversion auszudrücken pflegt, ein mecklenburgischer Kosmopolit und Weltbürger der Phantasie“ (NZZ). Gleich zwei Mal wurde Hussel der Hochschule verwiesen – 1954 in Dresden wegen „formalistischer Umtriebe“ und wegen „dekadenter künstlerischer Auffassungen“ 1958 in Berlin Weißensee (wo man ihm 1990 nachträglich das Abschlusszeugnis zuerkannte). Seit 1961 arbeitet Hussel als bildender Künstler und Schriftsteller. Die beiden Facetten seiner künstlerischen Doppelbegabung, zu denen sich die Musik gesellt, verschmelzen in der Dronte Presse zu einem druckgrafischen Gesamtkunstwerk. Neben eigenen Texten stehen Hommagen an verwandte Geister in Wort und Bild: Marcus Behmer, Alexander Olbricht, Oskar Panizza, Paul Scheerbart und andere. Zum 80. Geburtstag Horst Hussels zeigt die Ausstellung die Drucke der Dronte Presse in seltenen Vorzugsausgaben aus dem Privatarchiv des Künstlers, dazu Radierungen und grafische Einzelblätter aus seinem einzigartigen, eigensinnig unangepassten Œuvre.
Adrian La Salvia

Eine Ausstellung des Erlanger Poetenfests mit Unterstützung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Eröffnung der Ausstellung mit einer Lesung von Horst Hussel aus bisher unveröffentlichten Texten – Einführung: Adrian La Salvia
Donnerstag, 28. August, 18:00 Uhr

Donnerstag, 28. bis Sonntag, 31. August, Universitätsbibliothek
Öffnungszeiten: täglich 11–19 Uhr
Eintritt frei!

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Foto: Georg Pöhlein, 2014


 

Das Paradies ist eine Polonaise – Adolf Buchleiters „Göttliche Komödie“

Dante Alighieris „Göttliche Komödie“ beflügelt seit Jahrhunderten die Fantasie der Leser. Die besondere Faszination des Textes verdankt sich seiner eindringlichen Bildlichkeit, die zahlreiche Künstler in ihren Bann gezogen hat: Zu ihnen gehört der 1929 in Heidelberg geborene Adolf Buchleiter, dessen Monumentalzeichnungen zur „Göttlichen Komödie“ abertausende von Einzelfiguren zu einem überwältigenden Panoptikum vereinen.

„Bei diesen Zeichnungen gibt es kein distanziertes Betrachten, schon gar kein moralisch wertendes. Die Perspektive gibt auf, der Tiefenraum wird Fläche, Hintergrund wird Vordergrund. Es finden sich keine Hauptdarsteller, keine Helden, keine Guten, keine Schlechten. Hauptdarsteller ist jeder, deshalb keiner, das Martyrium macht alle gleich.“ (Heiner Georgsdorf)

Nach einer Lehre als Gold- und Silberschmied in Heidelberg spielte Adolf Buchleiter in verschiedenen Jazzbands. Er studierte an der Kunst- und Werkschule Pforzheim und wurde 1971 zum ordentlichen Professor an der Universität Kassel berufen. Der Künstler starb 2000 bei einem Unfall in seinem Atelier. (Adrian La Salvia)

Eröffnung der Ausstellung: Donnerstag, 27. August, 18:00 Uhr – Einführung: Adrian La Salvia

Eine Ausstellung des Erlanger Poetenfests mit Unterstützung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Donnerstag, 27. bis Sonntag, 30. August, Universitätsbibliothek
Öffnungszeiten: täglich 11–19 Uhr
Eintritt frei!

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Foto: Georg Pöhlein, 2015


 

Ulrich Tarlatt: Fisimatenten – Bilder, Bücher, Skulpturen

Faxen, Flausen, Fisimatenten. Seit 1987 betreibt Ulrich Tarlatt die Edition Augenweide in Bernburg (Saale), in der seit 1989 der Almanach für Kunst und Literatur „Common Sense“ erscheint, „der wichtigste gegenwärtige Künstleralmanach im deutschsprachigen Raum“ (Ulrike Erber-Bader). Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt aus seinem Schaffen – Unikatbücher, grafische Zyklen („am weg“, „l’impromptu“, „étrange, séduisant“), Skulpturen und Objekte („hüterin der worte“, „towarisch woksal“) –, die sich zu einer großen „Kathedrale der Literatur“ vereinen. Tarlatt ist ein Sammler und Erzähler von Geschichten. Über drei Jahrzehnte und politische Umbrüche hinweg hat er ein überraschend vielseitiges Werk voller Spieltrieb und Bildwitz geschaffen. Abseits der Kunstmetropolen ist ein visuell-poetischer Mikrokosmos entstanden, der seinesgleichen sucht. (Adrian La Salvia)

Ausstellungseröffnung mit Ulrich Tarlatt: Donnerstag, 25. August, 18:00 Uhr – Einführung: Adrian La Salvia

Eine Ausstellung des Erlanger Poetenfests in Zusammenarbeit mit der Anhaltischen Landesbücherei Dessau mit Unterstützung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Donnerstag, 25. bis Sonntag, 28. August, Universitätsbibliothek, Ausstellungsraum EG
Öffnungszeiten: täglich 11–19 Uhr
Eintritt frei!

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Foto: Erich Malter, 2016


 

Schatzkammer der Reformation. Das UNESCO-Dokumentenerbe im Spiegel der Büchersammlung des Fürsten Georg III. von Anhalt

Eine Ausstellung der Anhaltischen Landesbücherei Dessau im Museum für Stadtgeschichte Dessau, Johannbau, 09.04.  06.08.2017
http://www.schatzkammer-der-reformation.de


 

Sibylle Lewitscharoff: Notizbücher und Papierobjekte

„Scherenschnitte sind der Anfang der Dichtung.“ Hans Christian Andersen

Sibylle Lewitscharoff hat viele Talente. Über ein Jahr lang arbeitete sie an ihrem Grammatik-Brettspiel „Satzbau“ (1996). Ihre Notizbücher, in denen sie den Stoff ihrer Anschauung ordnet, enthalten häufig Zeichnungen, Collagen und Scherenschnitte. Daneben entstehen dreidimensionale Papierobjekte, wunderbare Fantasiewelten aus Papier und Klebstoff, die sie mit Gestalten ihrer visuellen Imagination bevölkert, wie zum Beispiel „Der Dichter als Kind“ (2009), literarische Kindheitskonstruktionen von Goethe und Schiller über die Geschwister Brentano und Karl Philipp Moritz bis Gottfried Keller oder „Das Pfingstwunder“ (2014–16) zu Dantes „Göttlicher Komödie“. Sibylle Lewitscharoff hat sie in Papier geschnitten und als Papiertheater zu neuem Leben erweckt. Die Ausstellung zeigt ihre akribisch geführten Notizbücher, Zeichnungen und Manuskript-Collagen, die der Entstehung ihrer Texte vorausgehen. Im Rahmen eines Empfangs in der Ausstellung liest Sibylle Lewitscharoff aus ihrem Dante-Roman „Das Pfingstwunder“.
Adrian La Salvia

Empfang in der Ausstellung mit Sibylle Lewitscharoff – Einführung: Adrian La Salvia: Freitag, 25. August, 19 Uhr

Eine Ausstellung des Erlanger Poetenfests in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar mit Unterstützung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. August, Universitätsbibliothek, Ausstellungsraum Erdgeschoss
Öffnungszeiten: täglich 11–19 Uhr
Eintritt frei!

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Foto: Erich Malter, 2017

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